Sind Kunststoffverpackungen umweltschädlich?

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Kunststoffverpackungen haben es aktuell in der öffentlichen Wahrnehmung schwer. Dabei ist vieles, was über „umweltschädliche“ Kunststoffverpackungen behauptet wird, ein Vorurteil oder nur die halbe Wahrheit.

Sind Kunststoffverpackung für die Müllmengen verantwortlich?

Kunststoffverpackungen haben den Vorteil, dass diese im Gegensatz zu anderen Materialien (Papier, Karton, Glas, Aluminium, etc.) sehr leicht sind und für alle Füllgüter eine gute Barriere gegenüber Feuchtigkeit, Aromaverlust oder Sauerstoff haben. Kunststofffolien sind transparent und extrem dehnbar.

In Deutschland sind 63 % der Konsumgüter mit Kunststoffmaterialien verpackt und machen nur 17 % des Verpackungsabfalls aus.

Quelle: https://kunststoffverpackungen.de/wp-content/uploads/2019/07/daten-fakten-ressourceneffizienz-kunststoffverpackungen.pdf
Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/verpackungsabfaelle#verpackungen-uberall

Das ist auch in der Bilanz der Anteile Verpackungsabfall EU ersichtlich:

  • In Europa sind nur 20 % des gesamten Verpackungsmüll aus Kunststoff.
  • Der größte Anteil ist Papier und Karton (40 %) mit stark steigendem Trend.

Quelle: https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/env_waspac/default/table?lang=en

Im Verhältnis der mit Kunststofffolien verpackten Güter ist der Anteil an Entsorgung von Kunststofffolien gering. Im Bereich der B2B und Transportverpackung wurden in Europa im Jahr 2022 bereits 42 % recycelt. Der Trend steigt aktuell dank der zukünftigen Vorgaben der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) massiv. Transportverpackungen wie Stretchfolien, Schrumpfhauben und Dehnschläuche werden schon heute aus 100 % recycelbaren Polyethylen gefertigt und werden nach der Benutzung gezielt gesammelt und recycelt.

Warum haben wir das große Problem der Vermüllung der Meere (marine litering)?

80 % des Abfalls in den Weltmeeren stammen aus Ländern, die kein flächendeckendes Abfallsammelsystem haben. In erster Linie sind dies Asien mit seinen Flüssen (Amur, Hai He, Huang He, Yangtse, Zhu Jiang und der Mekong) oder die beiden großen Flüsse Ganges und Indus in Indien. Auch Flüsse, wie der Nil und der Niger in Afrika, sind stark an diesem Stoffstrom beteiligt.

In Europa haben wir bereits eine im weltweiten Vergleich gut ausgebaute Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe entwickelt. Insbesondere in Deutschland existieren mit der Gewerbeabfall Verordnung (GewAbfV) und dem Dualen System zwei gut funktionierende Systeme. Im PET-Flaschenbereich wird in der Kreislaufwirtschaft bereits eine Rücklauf von > 90 % erreicht. Der Anteil der Müllmengen, die auf Deponien oder sogar illegal in Gewässern entsorgt werden, geht somit gegen „0“.

Damit sind wir in Europa Spitzenreiter in dem Bewusstsein und in der Durchführung, dass Kunststoff kein Abfall, sondern wertvoller Rohstoff ist. Wir können unsere Technologie und Prozesse weltweit exportieren und damit Initiativen unterstützen, die gegen die Meeresverschmutzung kämpfen. Wir haben die Möglichkeit, unser Know-how als europäische Technologie weltweit zu vertreiben. Wir sorgen auf diese Weise für Wachstum und den Ausbau der Infrastrukturen zum Sammeln, Sortieren und Recyceln von Kunststoffen in anderen Ländern. Dennoch hat dieses weitentwickelte System in Europa noch Potential ausgebaut zu werden: Kunststoffverpackungen bestehen vermehrt aus nur einer Kunststofftype, die dann mit einer immer höheren Recyclingquote im Kreislauf geführt wird.

Aufgrund der hohen Fokussierung auf Kunststoffverpackungen ist jedoch darauf zu achten, dass alternative Materialien, wie zum Beispiel mit Kunststoff beschichteten Kartonagen, zu einer weiteren Erhöhung des Abfallaufkommens führen. Im Vergleich zu Kunststoffverpackungen wird bei Lösungen aus Papier mehr Verpackungsgewicht benötigt.

Führen Kunststoffverpackungen zu Microplastik?

Kunststoffpartikel

Kunststoffverpackungen sind nur bei nicht sachgerechter Entsorgung Verursacher für Mikroplastik. Die weltweiten Hauptursachen sind mit großem Abstand der Abrieb von Reifen, Microplastik durch Waschen von synthetischen Textilen, Fahrbahnmarkierungen und Stadtstaub.

Quelle: https://portals.iucn.org/library/sites/library/files/documents/2017-002-En.pdf

Der größte Anteil fällt dabei auf den Reifenabrieb. Die beste Reduzierungsstrategie ist weniger Verkehr auf unsere Straßen zu bringen. Insbesondere der Frachtverkehr nimmt kontinuierlich zu. Nicht nur das Gewicht auf den LKWs ist entscheidend, sondern auch die effiziente Nutzung des Laderaums. Maximale Auslastung pro LKW mit minimalem Gewicht an Transportverpackung hilft den Eintrag an Mikroplastik in unserer Umwelt zu reduzieren.

Mit unserer DUO PLAST Stretchfolie gelingt es mit nur wenigen Gramm recycelbarer Polyethylen Folie eine ganze Palette sehr effizient und vor allem sicher zu verpacken. Ob Eimer, Fässer, Flaschen oder Kartonagen – unserer Stretchfolie passt sich jedem Packgut flexibel an. Damit reduzieren wir erfolgreich Microplastik durch Reifenabrieb!

Wieviele fossile Rohstoffe werden für Kunststoffverpackungen verbraucht?

Das geförderte Öl und Gas wird größtenteils für Kraftstoffe und Heizungen eingesetzt. Nur ein kleiner Teil geht in die Grundstoffherstellung für chemische Produkte. Für Verpackungen aus Kunstoff werden weniger als 2 % des gesamten Öl- und Gasverbrauchs benötigt.

In Europa wurden laut plastics europe 2022 58,8 Mio. t Kunststoffe hergestellt. Dabei ist der enthaltene Anteil von mechanischem Recyclat mit 10,9 Mio. t (18,6 %) stark wachsend. Der Trend geht positiv in die Richtung circular economy: Viele Branchen setzen immer mehr auf den Einsatz von Recycelmaterialien.

Aus der gesamten Kunststoffproduktion werden in Europa ca. 21 Mio. t für Kunststoffverpackungen verwendet. Allein hier werden fast 10 % Recyclingmaterialien eingesetzt – Trend stark ansteigend. Insbesondere die EU-Verpackungsverordnung PPWR schreibt verbindliche Einsatzquoten für Recyclingmaterial vor.

Quelle: https://plasticseurope.org/knowledge-hub/the-circular-economy-for-plastics-a-european-analysis-2024/

Für Transportverpackungen, wie z. B. Stretchfolien oder Stretchhauben, werden nach Angaben von Applied Market Information Ltd. (AMI ) in der EU (ohne Russland) ca. 1,9 Mio t / Jahr Polyethylen eingesetzt; 300.000 t davon in Deutschland. Ab 2030 ist der Einsatz von 35 % Recyclingmaterial (post-consumer waste) verpflichtend; ab 2040 werden es sogar 65 % sein.

Mit unserer DUO EARTH 6 Folie bieten wir Ihnen schon heute eine Stretchfolie mit 65 % PCR-Anteil an. So können Sie schon heute die Zielsetzung von 2040 erfüllen! Darüber hinaus ermöglicht die DUO EARTH 6 eine Reduktion von -40 % CO2e im Vergleich zu unserer Standardfolie ohne Recyclingmaterial.

Wird noch Kunststoffmüll außerhalb Europas exportiert?

In der Vergangenheit sind große Mengen an jeglicher Verpackung, Textilien und anderen Abfällen in Länder außerhalb der EU exportiert worden. Dies hat sich erfolgreich geändert. Die Exporte von Kunststoffabfällen außerhalb der EU27+UK wurden von 2016 bis 2022 um 58 % reduziert. Importverbote in Zielländern, Handelsbeschränkungen für Kunststoffabfälle außerhalb der OECD und der Bedarf an recycelten Kunststoffen in Europa haben zu dieser Reduktion geführt.
Allerdings wurden im Jahr 2022 immer noch 1,1 Mio. t Kunststoffabfälle exportiert – eine verpasste Chance, Kunststoffabfälle in neue Ressourcen umzuwandeln.

Quelle: https://plasticseurope.org/knowledge-hub/the-circular-economy-for-plastics-a-european-analysis-2024/

Wie ist die der Einfluss von Kunststoffverpackungen auf unser Klima?

Das ist doch die wichtigste Frage!
Zum Thema Einfluss auf das Klima haben wir für Sie bald einen schönen Vergleich zwischen Transportverpackungen aus Kunststoff, Transportverpackungen aus Papier und wiederverwendbaren Lösungen.

Lassen Sie die Fakten unserer Life Cycel Analyse wirken!

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